Ein Überblick über die Rosenarten

Welche Königin blüht denn da?

Ab Mai tauchen sie den Garten in ein Meer aus Blüten und Duft. Sie versetzen Insekten in einen Nektar-Rausch und Menschen in Verzückung: die Rosen. Sie lassen sich in unterschiedliche Klassen einteilen, je nach Wuchsform. Wer die Rosengruppen kennt, kann die jeweils passende Pflanze für die Gartensituation auswählen. Auch beim Schnitt werden sie unterschiedlich behandelt. Es ist also gut zu wissen, welche Art man vor sich hat.

 

Die wichtigsten Rosenklassen

Wie ein dorniger Teppich bedecken mehrere Pflanzen ein Beet – manche eher buschig, manche überhängend, manche flach liegend?

Hier wachsen Bodendeckerrosen. Diese Kleinstrauchrosen blühen, je nach Sorte, vom Frühsommer bis in den Herbst hinein. Dank ihres Blätterdachs können sie Unkraut unterdrücken. Dazu sind sie wunderbar pflegeleicht. Es reicht, die Pflanzen alle paar Jahre auszulichten. Wer mag, verpasst ihnen einen bodennahen Radikalschnitt – und das sogar mit der Heckenschere.

Die Rosen werden nicht höher als 80 cm? Die Blüten hängen in dichten Büscheln zusammen, duften aber kaum?

Dann blühen hier Beetrosen. Es gibt sie in unendlich vielen Farben und Formen. Doch allen ist gemein: Beetrosen bleiben schön kompakt und eignen sich deshalb auch für kleine Gärten. Die meisten Sorten blühen die ganze Saison über unermüdlich. Beetrosen werden etwa auf ein Drittel ihrer Höhe zurückgeschnitten, dabei werden alte oder abgestorbene Äste entfernt und die gesamte Pflanze ausgelichtet.

Edle, samtige Blüten auf kräftigen, geraden Stielen – eine Rose, wie sie im Buche steht?

So elegant ist nur die Edelrose, auch Teehybride genannt. Sie bildet die älteste Klasse unter den modernen Rosen. Teehybride blühen in unterschiedlichsten Farben, manche Sorten duften auch. Edelrosen werden zum Zeitpunkt der Forsythienblüte ähnlich stark zurückgeschnitten wie die Beetrosen.

Die Rose wächst üppig in die Höhe, aber auch in die Breite? Die Blüten sitzen, oft in Büscheln, an überhängenden Zweigen?

Dann blüht hier eine Strauchrose. Strauchrosen, dazu zählen auch die Englischen Rosen, haben ihren großen Auftritt als Solitär, machen sich aber ebenfalls gut im Beethintergrund. Es gibt sie mit gefüllten und ungefüllten Blüten, einmal oder mehrmals blühend, mit Duft oder ohne, in etlichen Farben. Sie alle liefern Hagebutten. Einmalblühende Strauchrosen bilden ihre Blüten am mehrjährigen Holz, deshalb sollte man vor der Blüte möglichst nicht schneiden. Auch Mehrmalsblühende werden wenig zurückgeschnitten: die Zweige nur um ein Drittel, höchstens bis zur Hälfte kürzen und abgestorbene Triebe herausnehmen.

Ob Pergola oder Baum, diese Rose zieht es in die Höhe?

Kletterrosen sind die Bergsteiger unter den Rosen. Sie werden etwa 3 m hoch und brauchen als Halt Rankhilfen. Rambler wiederum können Triebe von bis zu 10 m entwickeln und finden ihren Weg in alte Bäume oder über Carportdächer. Während Letztere einmal blühen, leuchten die Blüten vieler Kletterrosen mehrmals. Beim Schnitt werden nur tote oder kranke Triebe herausgenommen, die Pflanze wird etwas ausgelichtet.