Gartenplanung Teil 4

Schritt für Schritt: Wie legt man ein Staudenbeet an?

 

Schritt für Schritt: Wie legt man ein Staudenbeet an?

Ein Blütenmeer, das vom Frühjahr bis zum Herbst Farbe in den Garten bringt und Bienen und Schmetterlinge anlockt. Dazu ein paar Gräser, die sich sanft im Wind wiegen und vielleicht noch ein paar Früchte zum Naschen – das gefällt Mensch und Tier. Ein solches Beet anzulegen ist nicht schwer. 

 

Staudenbeet
Vielfalt im Beet macht den Garten ganzjährig attraktiv

Auswahl der Pflanzen

Der erste Schritt zum Anlegen eines Beetes ist die Pflanzauswahl. Blühende Sträucher oder Stauden, Gräser oder Rosen: was soll es sein? Eine Fläche, die nur mit einer Art bepflanzt ist, wirkt zur Blütezeit überwältigend, den Rest des Jahres dagegen eher trist. Vielfalt im Beet macht den Garten von Januar bis Dezember attraktiv – auch für Insekten. Wie wäre es beispielsweise mit zwei, drei Johannisbeersträuchern im Hintergrund, die den Bienen Nektar und den Menschen leckere Früchte liefern? Wer ein Beet gestaltet, sollte auch die eine oder andere Rose einplanen. Gefüllte Blüten sind übrigens für Bienen unattraktiv, Pollen und Nektar holen sie sich bei den ungefüllten Exemplaren. Rund um diese Gerüstbildner können sich nun Stauden und Gräser versammeln. Bei der Auswahl der Pflanzen sollte man zwei Punkte beachten: Wer gleich zu Beginn auf ihre Standortvorlieben achtet, spart sich die Mühe, sie später umzusetzen. Ob sonnig oder schattig, sumpfig oder sandig: Für jeden Standort finden sich die passenden Pflanzen. Informationen zu Sträuchern und Stauden gibt es nicht nur in Büchern, sondern auch in den Online-Katalogen der großen Gärtnereien. Hier findet man auch Informationen zu den Blütezeiten. Wer sie geschickt kombiniert, kann sich über blühende Pflanzen bis weit in den Herbst hinein freuen. Und mit ein paar Zwiebelpflanzen startet die neue Saison bereits im Februar.

 

StaudePflanzplan

Ist die Auswahl der Pflanzen getroffen, geht es an die Verteilung – zunächst auf dem Papier. Eine maßstabsgetreue Skizze des neuen Beetes hilft, die Leitstauden und ihre Begleiter stimmig zu arrangieren. Dabei setzt man die Sträucher und höheren Stauden in den Hintergrund, die niedrigeren Exemplare in den Vordergrund. So stehen alle Beetbewohner im Rampenlicht, außerdem können sie sich gegenseitig stützen und die vorderen Stauden verdecken kahle Stängel der hinteren Pflanzen. Setzt man von einer Staudenart mindestens drei, besser noch fünf oder sieben Exemplare zu kleinen Grüppchen zusammen, kommen sie besonders gut zur Geltung. Wer auf die empfohlenen Pflanzabstände achtet, muss sich zwar ein Weilchen gedulden, bis die Stauden einen dichten Teppich bilden, sorgt aber dafür, dass sich alle Pflanzen gut entwickeln können.

 

Boden vorbereiten

Mulchen
Mulchen verhindert ein schnelles Austrocknen des Bodens

Bevor die Skizze in die Realität umgesetzt werden kann, wird der Boden vorbereitet. Steine und Unkraut müssen verschwinden, bevor die Fläche in ein blühendes Beet verwandelt wird. Auch, wenn die Arbeit mühselig ist, sollten sämtliche Wurzelstückchen entfernt werden, damit sich Unkräuter wie Giersch und Quecke nicht zwischen den neuen Pflanzen ausbreiten. Ist der Boden sandig, lehmig oder tonhaltig? Bei sandigem Boden sorgt eine Gabe Bentonit dafür, dass Wasser besser gespeichert werden kann. Lehmige Erde dagegen lässt sich mit feinem Sand auflockern. Und wer Kompost in den Boden einarbeitet, gibt den Pflanzen ausreichend Nährstoffe für einen guten Start. Zum Schluss schön glatt rechen, dann ist das Beet bereit. 

 

Pflanzen verteilen

Zunächst werden sämtliche Pflanzen auf der Fläche verteilt und gleichmäßig angeordnet. Es empfiehlt sich, erst die Gehölze und Leitstauden, dann erst die Begleitstauden zu arrangieren. Passt alles, wird das Grün nach und nach eingepflanzt. Dürfen sich die Wurzelballen vorab mit Wasser vollsaugen, erleichtert es ihnen das Anwachsen. Auch nach dem Pflanzen wird gründlich gegossen, so schließen sich mögliche Hohlräume im Wurzelbereich. In den kommenden Wochen sollte das Beet regelmäßig gewässert werden. Eine Mulchdecke verhindert, dass der Boden schnell austrocknet. Ob Schneeglöckchen, Winterling oder Krokus: Damit im Frühjahr die Gartensaison früh startet, werden im Herbst Blumenzwiebeln zwischen die Stauden, Rosen, Gräser und Gehölze gesteckt. So ist das Beet bereit für ein buntes Gartenjahr.