Pflanze des Monats August

Spinnenkopf (Serruria florida)

Was für eine faszinierende Pflanzenwelt! In Südafrika wachsen aufregende Schönheiten in bezaubernden Farben und Formen. Zu den bekanntesten Schätzen zählt der Zuckerbusch, auch Protea genannt. Die wärmeliebende Pflanze kennen wir hier vor allem als Schnittblume: Ihre extravaganten Blüten in Rosa, Pink und Weiß sind die Königinnen diverser Blütensträuße mit exotischem Flair.

 

Noch relativ unbekannt in unseren Breitengraden ist dagegen ihre kleinere Verwandte, die Serruria florida – auch Spinnenkopf genannt. Spitz zulaufende Hüllblätter legen einen fluffigen Tuff in der Mitte frei. Die Blüten der Spinnenköpfe leuchten oft mehrfarbig in Rosa und zartem Creme. Sie alle sitzen an einem zierlichen immergrünen Strauch mit nadelförmigen, feinen Blättern.

 

In ihrer südafrikanischen Heimat heißt Serruria florida auch Blushing Bride – perfekt für diese zarte Schönheit. Weil sie in ihrem natürlichen Habitat von regelmäßigen Buschfeuern bedroht ist, wächst sie schnell und blüht äußerst üppig, um viele Samen zu produzieren. Diese überstehen dann in der Erde das nächste Feuer, um anschließend zu keimen und zu gedeihen.

 

Ebenso so bezaubernd wie die Blüte selbst ist die Geschichte hinter ihrem englischen Namen: Es heißt, dass ein Verehrer die Zuneigung seiner Angebeteten an der Farbe der Serruria erkennen konnte. Je tiefer das Pink der Blüte in seinem Knopfloch, während er einen Heiratsantrag machte, desto sicherer die Zusage der Braut.

 

Den Spinnenkopf in diesen Breitengraden anzupflanzen ist nicht ganz einfach. Mit diesen Tipps könnte es jedoch gelingen.

 

5 Tipps für die Pflege

Standort: Am besten gedeiht die Serruria in einem Topf, weil sie so problemlos den Standort wechseln kann. Während sie im Sommer an einem warmen, hellen Platz im Freien stehen mag, braucht sie bei kalten Temperaturen ein frostfreies, helles Quartier, wie etwa einen ungeheizten Wintergarten.

- Substrat: Wie in ihrer südafrikanischen Heimat wächst die Serruria auch hier am besten in durchlässiger, sandiger und nährstoffarmer Erde.

- Wasser: Nicht zu viel und nicht zu wenig: Beim Gießen der Blushing Bride muss man das rechte Maß finden. Wichtig ist, dass das Substrat rund um die Wurzeln nicht austrocknet.

- Dünger: Vom Frühjahr bis in den Spätsommer sind regelmäßige Düngergaben sinnvoll. Wichtig: Der Dünger muss phosphatfrei sein.

- Schnitt: Wie bei vielen Stauden auch regt man das Wachstum neuer Knospen an, wenn man Verblühtes regelmäßig ausputzt.