Pflanze des Monats Februar

Korsischer Nieswurz

Nieswurz. Was für ein fieser Name für eine Staude mit so bezaubernden Blüten! Er stammt daher, dass die Wurzel, wenn man sie zerreibt, einen starken Niesreiz hervorruft. Weitaus würdiger allerdings ist der botanische Name dieses Frühblühers: Helleborus argutifolius. 

Die enge Verwandtschaft zu Christ- und Lenzrosen sieht man dem Korsischen Nieswurz an, sie ähneln sich in Wuchs und Blüte. Längliche, am Rand gesägte, immergrüne Blätter bilden einen dichten Horst, aus dem sich ab März die schalenförmigen Blüten in extravagantem Gelb-Grün schieben. Fühlt sich die Pflanze an ihrem Standort wohl, breitet sie sich gerne etwas aus – weit mehr als einen halben Meter.  

Dieser Frühblüher öffnet seine Blüten dann, wenn die ersten Bienen und Hummeln verzweifelt nach Nahrung suchen. Bei dem zu diesem Zeitpunkt eher kargen Buffet kommt der Korsische Nieswurz den Insekten gerade recht. 

Nice to know: Ursprünglich stammt diese Helleborus-Art von der Insel Korsika, wie der Name schon sagt. Auch auf Sardinien ist sie heimisch. Die Berghirten wussten schon vor Jahrhunderten um die starke Wirkung mancher Bestandteile des Nieswurz. Deshalb wickelten sie ihren frischen Hirtenkäse in diese Pflanze ein, um die Fliegen fernzuhalten. 

5 Tipps: So gedeiht der Korsische Nieswurz im heimischen Garten 

  1. Standort Auch wenn dieser Nieswurz ursprünglich aus dem sonnigen Mittelmeerraum stammt, steht er hier im Garten lieber etwas halbschattiger und nicht unbedingt in der prallen Sonne. Ist die Pflanze einmal eingewurzelt, mag sie nicht gerne umgesetzt werden. Lässt man sie in Ruhe, entwickelt sie sich prächtig. 
  2. Boden Am liebsten mag es diese Helleborus-Art leicht feucht. Sie arrangiert sich aber auch mit einem trockenen Boden. Es gilt: Je sonniger der Standort, desto feuchter sollte der Boden sein. 
  3. Pflanzen Die beste Pflanzzeit ist im Herbst, denn dann kann der Nieswurz gut anwachsen, um im folgenden März die ersten Knospen zu öffnen. 
  4. Schneiden Entfernt man das immergrüne Laub, bevor sich die Blüten öffnen, kommen diese besser zur Geltung. Außerdem beugt man so der Schwarzfleckenkrankheit vor.  
  5. Winterschutz Mit leichten Frösten hat der Korsische Nieswurz kein Problem. Bei tiefen Minustemperaturen ist allerdings etwas Schutz empfohlen.