Diese Tipps machen den Garten fit für den Klimawandel

Klimafreundlich gärtnern - Teil 1

Heiße, trockene Sommer und warme, feuchte Winter – nicht nur Menschen und Tieren, vor allem den Pflanzen macht der Klimawandel zu schaffen. Viele leiden unter den Dürreperioden im Sommer, andere haben Schwierigkeiten mit den nassen Füßen im Winter. Zarte Gewächse knicken in Sturm und Starkregen, die sengende Sonne sorgt bei Früchten wie Tomaten und Äpfeln schnell für einen Sonnenbrand. Wer seinen Garten dem Klimawandel anpasst, erspart sich und seinem Grün jede Menge Frust. 

Gewappnet für den Klimawandel

Während manche Pflanzen unter dem Klimawandel leiden, fühlen sich andere dagegen pudelwohl. Wer empfindlichere Exemplare gegen anpassungsfähige Beetbewohner austauscht, hat bei Hitze und Dürre, aber auch in nassen Wintern keine Probleme. Wie wäre es beispielsweise mit diesen Exemplaren?

Trockenheitsverträgliche Stauden (über die sich übrigens auch Insekten freuen)

  • Bergminze, Duftnessel, Fetthenne, Katzenminze, Kugeldistel, Mazedonische Witwenblume, Patagonisches Eisenkraut, Schafgarbe, Scheinsonnenhut, Spornblume, Stauden-Lein, Wolfsmilch

Anspruchslose Gehölze

  • Blasenstrauch, Blauraute, Felsenbirne, Gingko, Orangenblume, Perückenstrauch, Schmetterlingsflieder, Wacholder

Ein weicher grüner Teppich ist für viele Gärtner ein Muss. Ein Zierrasen braucht allerdings viel Pflege – und viel Wasser. Wie wäre es denn mit einem etwas unkomplizierterem Grün? Zum Rasen gibt es einige Alternativen. Ein Extensivrasen beispielsweise ist robuster und ähnelt fast einer Wiese. Oder warum nicht gleich eine Wildblumenwiese anlegen? Sie muss nur zweimal im Jahr gemäht werden, ist nicht so durstig wie Rasengräser und füttert Bienen und Schmetterlinge. Alternativ dazu kann man den Zierrasen auch durch begehbare Bodendecker wie etwa Römische Kamille oder Teppichverbene ersetzen.

Schön bedeckt halten: Wer seinen Beeten eine Mulchschicht gönnt, verhindert, dass Sonne und Wind das Wasser aus dem Boden ziehen. Als Mulchmaterial bieten sich etwa angetrockneter Rasenschnitt, Stroh oder Rindenkompost an.

Den dürregeplagten Garten mit dem Wasser aus der Leitung zu versorgen, ist nicht nur teuer, sondern auch nicht unbedingt umweltfreundlich. Ressourcenschonend – und kostenlos – ist es, das Regenwasser in Regentonnen, Erdtanks oder bei sehr großen Gärten sogar in einer Zisterne zu sammeln. Und wer sich den Gang mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch sparen möchte, installiert ein Bewässerungssystem.

Bäume und Sträucher sehen nicht nur hübsch aus, sie sorgen auch für ein angenehmes Klima. Zum einen verdunsten sie über ihre Blätter Wasser, zum anderen werfen sie Schatten auf Pflanzen, denen die sengende Sonne zu schaffen macht. Eine Hecke, zum Beispiel aus Wildgehölzen, hält zudem den Wind deutlich besser ab als ein Zaun oder eine Mauer. Übrigens: Auch ein Teich oder Wassergraben sorgt für Kühlung durch die Verdunstung an der Wasseroberfläche.

Blumen pflanzen