Pflanze des Monats März

Die Tulpe

Sobald die Weihnachtsbäume aus den Wohnzimmern geflogen und die letzten Amaryllis verwelkt sind, halten die ersten Tulpen (Tulipa) Einzug in die Blumenvasen. Kein Wunder, schließlich trotzen sie mit ihren leuchtenden Farben dem Winterwetter und bringen einen Hauch von Sonne und Wärme ins Haus. Doch erst, wenn sich ihre dicken Knospen aus der Erde schieben und ab März ihre bunten Blüten im Garten leuchten, ist die Natur bereit für den Frühling.

Bunte Tulpen

Weiß, Rot und Gelb, aber auch Pink, Grün, Orange und sogar Schwarz: Tulpen leuchten in etlichen Farben. Niedrig oder hoch, früh- oder spätblühend, gestreifte, gefranste oder gefüllte Blüte, duftend oder nicht – für jeden Geschmack gibt es die passende Sorte. Viridiflora-Tulpen beispielsweise haben alle einen grünen Streifen auf den Blütenblättern, Fosteriana-Tulpen bezaubern mit ausgesprochen großen Blütenkelchen und Lilienblütige Tulpen erkennt man an elegant geschwungenen, spitz zulaufenden Blütenblättern.

Tulpen in verschiedenen Farben

Fünf Tipps, damit Tulpen gut gedeihen

  1. Für eine Blütenpracht im folgenden Frühjahr müssen die Zwiebeln im Herbst in die Erde gesteckt werden. Tulpen mögen trockene, sonnige Standorte mit durchlässigem, sandigem Substrat. In lehmigem Boden sorgt eine Handvoll Sand im Pflanzloch dafür, dass die Zwiebeln nicht faulen. Damit die Starkzehrer richtig durchstarten können, brauchen sie ordentlich Nährstoffe. Eine Gabe Kompost oder organischer Dünger vor der Blütezeit liefert sie ihnen.
  2. Die Wühlmaus ist der ärgste Feind der Tulpen. Mit großem Appetit macht sie sich über die Zwiebeln her. Wer seine Tulpenzwiebeln vor diesen Nagern schützen möchte, versenkt die Frühblüher in Drahtkörben in der Erde.
  3. Damit die Tulpe nach der Blüte Kraft für das kommende Jahr sammeln kann, darf nur der verblühte Kopf abgeschnitten werden. Blätter und Stängel aber sollten stehen bleiben, bis sie vollkommen verdorrt sind.
  4. Viele Sorten sind langlebiger, wenn sie den Sommer an einem kühlen, luftigen Ort statt im Beet verbringen. Sie fühlen sich beispielsweise in einer Kiste mit etwas Pflanzerde oder zum Trocknen aufgehängt wohl. Im Herbst können sie dann wieder ausgepflanzt werden.
  5. Manche Arten, wie etwa die Fosteriana- und die Wildtulpen sind zum Verwildern geeignet. Gefällt ihnen ihr Standort, vermehren sie sich eifrig. Da Tulpen aber keine nassen Sommer mögen, ist das nicht an jedem Fleckchen des Gartens möglich. Steingärten bieten allerdings die passenden Bedingungen. Bleiben die Tulpen hier ungestört, bilden sie über die Jahre zahllose Tochterzwiebeln.

Ein Tipp für Balkon, Terrasse und Eingangsbereich: Tulpen mit anderen Frühblühern zusammen zur Zwiebellasagne in einem Topf schichten. Mehr Infos gibt es hier: 

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