Pflanze des Monats September

Die Schlehe

Schlehe_BieneDie Schlehe (prunus spinosa) eignet sich ideal für einen naturnahen Garten. Besonders als dichte, sichtschützende Hecke macht die Schlehe dank einer Wuchshöhe von bis zu fünf Metern eine gute Figur. Aufgrund ihrer dornigen Triebe wird die Schlehe vielerorts auch „Schwarzdorn“ oder „Schlehdorn“ genannt. Die auch bei uns in Deutschland heimische Wildpflaume blüht im Frühjahr üppig und trägt im Winter zahlreiche Früchte – und bietet damit Insekten und Vögeln wertvolle Nahrung. Bereits von März bis April zieren die weißen Blüten den Strauch. So erfreut die Schlehe Bienen und Hummeln schon im zeitigen Frühjahr mit wertvollem Nektar. Im Spätherbst entwickeln sich dann die dunkelvioletten Früchte, die an kleine Pflaumen erinnern. Besonders nach langen, warmen Sommern fällt die Schlehen-Ernte reich aus. Warten sollte man damit allerdings bis nach dem ersten Frost, denn vorher sind die Früchte aufgrund des hohen Gerbstoffgehalts ungenießbar. Danach allerdings lassen sich aus den Schlehen-Früchten köstliche Säfte, Gelees oder gar Liköre herstellen.

Schlehe_Baum

Unsere fünf Tipps für die Pflege von Schlehen im eigenen Naturgarten:

  1. Standort: Für ein optimales Wachstum und reichhaltige Blüten- und Fruchtbildung, sollte die Schlehe an einem sonnigen oder halbsonnigen Standort stehen.Schlehenfrucht
  2. Gießen und Düngen: Schlehen kommen auch mit wenig Wasser gut aus. Nur bei längeren Trockenperioden sollte die Schlehe gegossen werden. Bei kalkarmen Böden, kann zusätzlich im Frühjahr eine Schicht Kalk aufgetragen werden. Ansonsten reicht eine einmalige Düngung im Frühjahr mit einem Universaldünger.
  3. Schnitt: Ob ein Schnitt notwendig ist, hängt ganz von der individuellen Nutzung ab. Für eine besonders reiche Ernte empfiehlt sich eine Rückschnitt alle drei Jahre. Dient die Schlehe aber in erster Linie als Nahrungsquelle für Insekten und Vögel, ist es auch möglich komplett auf den Schnitt zu verzichten.
  4. Ernte: Wichtig ist, die Schlehen-Früchte erst nach dem ersten Frost zu ernten. Denn erst dann gehen die Bitter- und Gerbstoffe aus der Frucht und sie wird genießbar. Dann sollte es allerdings schnell gehen, sonst haben bereits die Vögel alle Früchte genascht.
  5. Überwintern: für das Überwintern müssen keine Besonderen Vorkehrungen getroffen werden. Die Schlehe ist winterhart und hält auch Minusgrade sehr gut aus.