Pflanze des Monats Januar

Der Winterjasmin

Der Name verrät es: Seinen ganz großen Auftritt hat der Winterjasmin (bot. Jasminum nudiflorum) in der kalten Jahreszeit. Wenn Bäume und Sträucher kahl sind, wenn etliche Zwiebelblüher noch auf sich warten lassen, strahlen die vielen kleinen Blüten wie winzige Sonnen im Wintergrau. Mit der gelben Blütenpracht erinnert diese Kletterpflanze an die Forsythie, doch während Letztere frühestens Mitte März loslegt, versprüht der Winterjasmin schon ab Dezember gute Laune und Frühlingsgefühle. Bis in den März hinein leuchten die fröhlichen Blüten an den dunkelgrünen Ruten, die dann noch keine Blätter tragen. Damit ist er nicht nur bei Gartenbesitzern, sondern auch bei den frühen Insekten beliebt. Bienen und Hummeln finden hier Nahrung, wenn sie an sonnigen Wintertagen durch den Garten summen.

Glücklicherweise ist der Winterjasmin anspruchslos und pflegeleicht. Selbst starke Fröste können ihm nichts anhaben. Erfrieren die Blüten, öffnet er wieder zahlreiche neue Knospen, sobald die Temperaturen steigen. Der Winterblüher ist eine ausgesprochen vielseitige Pflanze: Er klettert an Hauswänden und Zäunen, funktioniert als Bodendecker und wächst problemlos in Kübeln. Deshalb ist er auch ein winterlicher Hingucker für den Balkon.

Winterjasmin
Winterjasmin im Januar 

Fünf Tipps, damit der Winterjasmin gut gedeiht

  • In seiner chinesischen Heimat wächst der Winterjasmin an Berghängen. Bei uns liebt er sonnige bis halbschattige, leicht geschützte Standorte. Haus- oder Schuppenwände, Nischen und dem Wind abgewandte Ecken sind perfekt. Frisch gepflanzte Pflanzen freuen sich in ihrem ersten Winter über Reisig als Schutz. Eine Isolierung, zum Beispiel in Form eines Vlieses, bewahrt die Wurzeln der Kübelpflanzen vor Frost.
  • An den Boden stellt der unkomplizierte Winterblüher keine großen Ansprüche. Da er aber in seiner Heimat an Berghängen wächst, sollte die Erde möglichst kalkhaltig sein. Dafür, dass ausreichend Nährstoffe vorhanden sind, sorgt eine Gabe Dünger im Frühjahr.
  • Schön anspruchslos: Die sommerliche Trockenheit ist für den Winterjasmin kein Problem. Nur bei großer Dürre sollte er gegossen werden.
  • Die langen Ruten des Winterjasmins brauchen eine Rankhilfe, um Höhen erklimmen zu können. Rankgitter oder gespannte Drähte helfen ihm, Wände und Mauern zu begrünen. Ohne Unterstützung wächst die Pflanze eher als Bodendecker, durch Absenker breitet sie sich aus.   
  • Dieser Winterblüher bildet Knospen nur an jungen Trieben. Damit die Pflanze nicht im Laufe der Jahre vergreist, muss sie geschnitten werden - am besten nach der Blüte. So wird auch gleich ihr gelegentlich unbändiger Ausbreitungsdrang gebremst.