Pflanze des Monats Februar

Das Schneeglöckchen

Nein, sie brauchen nicht unbedingt Schnee, um sich bezaubernd in Szene zu setzen. Aber die kalte, weiße Pracht steht den Schneeglöckchen (Galanthus) besonders gut. Oft stecken die nur 10 bis 20 cm großen Frühblüher schon im Januar ihre kleinen Köpfchen in die frostige Luft. Spätestens aber im Februar leuchten überall kleine grün-weiße Tuffs im Garten. Ob Regen oder Schnee, Frost oder überraschend warme Temperaturen – die filigranen Zwiebelblumen sind robust und unkompliziert.

Schneeglöckchen

Als erster Frühblüher macht das Schneeglöckchen Lust auf den langsam nahenden Frühling. Das Schneeglöckchen? Genau genommen gibt es nicht nur eines, sondern etwa 500 Sorten, deren Unterschiede sich erst beim näherem Hinsehen zeigen. Manche Blüten sind üppig gefüllt, andere einfach. Manche leuchten reinweiß, andere zeigen filigrane Zeichnungen. Manche duften stark, andere nur zart. Manche bevorzugen den Schatten, andere sonnige Fleckchen. Aber allen Schneeglöckchen ist gemein, dass sie giftig sind – von der Zwiebel bis zum Blütenblatt.

Leider sind die fröhlichen Glöckchen in der freien Natur nur noch selten zu finden. Deshalb stehen sie unter Naturschutz und dürfen nicht ausgegraben werden. Es ist allerdings leicht, sie im eigenen Garten anzusiedeln. Besonders gut eignen sich Schneeglöckchen zum Verwildern unter Sträuchern und Bäumen.

Fünf Tipps, damit Schneeglöckchen gedeihen

  1. Der Standort: Die Zwiebelblumen fühlen sich unter Laub abwerfenden Gehölzen besonders wohl. Im Winter fällt die Sonne durch die kahlen Zweige, im Sommer ist die Erde dann beschattet. Aber auch auf dem Rasen können sie weiße Teppiche bilden. An den Boden stellen die Frühblüher übrigens keine großen Ansprüche. Auch Dünger brauchen sie nicht.
  2. Nach der Blüte lässt man Laub und Verblühtes am besten in Ruhe, jetzt sammelt die Pflanze Energie für das kommende Jahr. Erst, wenn alles vertrocknet ist, darf es entfernt werden. Außerdem reagieren Schneeglöckchen in dieser Zeit empfindlich auf Störenfriede, wie etwa Hacke oder Rasenmäher. Diese sollten erst ab dem späten Frühjahr zum Einsatz kommen, wenn sich die Pflanzen vollkommen zurückgezogen haben.
  3. In Grüppchen machen sich Schneeglöckchen besonders gut. Wer sich mehr Farbe wünscht, gesellt zum Beispiel Winterlinge, Blausternchen und Krokusse dazu.
  4. Glücklicherweise verwildern die niedlichen Frühblüher leicht, denn Ameisen verteilen die Samen in der Umgebung. Die Horste lassen sich aber auch nach der Blüte wie Stauden vorsichtig mit dem Spaten teilen.
  5. Die Zwiebeln sind empfindlich und trocknen leicht ein. Deshalb sollten sie nach dem Kauf sofort eingepflanzt werden. Die Knollen müssen fünf bis zehn Zentimeter tief eingegraben werden. Die beste Zeit, um Schneeglöckchenzwiebeln zu stecken, ist der frühe Herbst. So können sie in Ruhe einwurzeln, um im kommenden Winter ihre Köpfchen durch den Schnee zu stecken.