Pflanze des Monats Mai

Bartnelken

Sie sind ein wenig altmodisch und erinnern an Omas blühendes Idyll: Bartnelken (Dianthus barbatus) gehören deshalb auch unbedingt in jeden Bauerngarten. Aber nicht nur dorthin, denn mit ihrer Farbenpracht sind sie ein Hingucker in jedem bunten Beet. Dicht an dicht sitzen die kleinen Blüten, die sich in 40 bis 60 cm Höhe zu einem flachen Blütenstand vereinen. In unterschiedlichsten Rottönen, von hellem Rosa bis zum dunklen Schwarzrot, aber auch in Weiß oder fröhlich-mehrfarbig leuchten sie von Ende Mai oder Anfang Juni bis in den August hinein. Bartnelken machen sich nicht nur im Garten, sondern auch in der Vase ausgesprochen gut.

Um vor Blüten förmlich zu explodieren, brauchen Bartnelken einen vollsonnigen Platz. Auch im Halbschatten fühlen sie sich wohl, allerdings blühen sie hier oft etwas später und weniger ausgiebig. Der Boden sollte durchlässig sein, denn Staunässe mögen die Stauden nicht. Für den großen Hunger braucht sie ausreichend Nährstoffe. Ein lehmig-sandiger Gartenboden samt einer eingearbeiteten Schaufel Kompost ist ideal. Bartnelken gedeihen natürlich auch in Töpfen. Hier sind eine regelmäßige Düngergabe und ein Schluck Wasser wichtig. Der Boden sollte immer mäßig feucht sein.

Bartnelken stammen aus den Gebirgsregionen Südeuropas, gedeihen aber seit dem frühen Mittelalter auch in Kloster- und später Bauerngärten. Ihre Herkunft macht sie leider nicht komplett frostresistent. Sobald das Thermometer in den zweistelligen Minusbereich rutscht, sollten die Pflanzen mit Tannenreisig abgedeckt werden. Leichtere bis mittlere Minusgrade sind allerdings kein Problem.

Die zweijährige Staude ist kurzlebig. Sät man sie im Juni direkt ins Beet, blüht sie im kommenden Jahr. Glücklicherweise sät sie sich eifrig selbst aus, denn von diesen duftenden Farbexplosionen kann man eigentlich nicht genug haben.

Bartnelken aussäen – so geht‘s:

  • Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, kann man Bartnelken direkt im Freiland aussäen.
  • Dafür sollte der Boden gründlich von Unkraut befreit und aufgelockert werden.
  • Natürlich kann man die Samen in Reih und Glied säen. Schöner und natürlicher aber wirkt das Beet später, wenn man die Samen großzügig auf der Fläche verteilt.
  • Die Samen sind Lichtkeimer. Das heißt, sie möchten nicht mit Erde bedeckt werden.
  • Wichtig ist, die Samen immer gut feuchtzuhalten, bis sie keimen. Das dauert etwa eine bis drei Wochen.
  • Bedrängen sich die Jungpflanzen irgendwann, kann man Störenfriede umsetzen und so noch mehr Beete mit diesen Farbtupfern schmücken.
  • Im Jahr der Aussaat bilden die Bartnelken nur Blattrosetten. Blühen werden sie erst im kommenden Jahr.