Pflanze des Monats November

Amaryllis

Was für majestätische Blüten! Begleitet von Kiefernzweigen oder auch ganz pur schmücken sie das Haus. Für viele Menschen gilt: keine Adventszeit ohne Amaryllis (Hippeastrum-Vittatum-Hybride). Kaum eine Blüte leuchtet im Winter so festlich wie die des Rittersterns, wie die Zwiebelblume eigentlich heißt. Der Effekt ist umso beeindruckender, weil sich der Frühblüher das restliche Jahr über eher unscheinbar gibt. Sehr beliebt ist die Amaryllis auch als Schnittblume. Wichtig: Sämtliche Pflanzenteile sind sehr giftig!

Um Verwirrungen vorzubeugen: Die Echte Amaryllis stammt aus dem Süden Afrikas und wird auch Belladonnalilie genannt. Sie sieht dem Ritterstern zum Verwechseln ähnlich. Dieser wuchs ursprünglich in Südamerika. Bei uns hat sich vor allem der Ritterstern durchgesetzt – der im Volksmund Amaryllis genannt wird.

Die Trichterblüten dieser („falschen“) Amaryllis thronen in imposanter Höhe zu dritt oder zu viert auf robusten Stielen. Sie leuchten in Weiß oder Lachs, Rot, Rosa oder auch gestreift. Die Blätter dagegen sind eher unspektakulär, lang und schmal in kräftigem Grün. Aus einer dicken Zwiebel treibt die Pflanze im Frühjahr aus, Wurzeln und Blätter wachsen. Eine Ruhephase im Herbst nutzt die Amaryllis, um dann rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit in ganzer Pracht zu erblühen. Mit der richtigen Pflege gedeiht sie Jahr für Jahr wieder.

5 Tipps für die Pflege

  1. Standort Während der Blüte, also in der Vorweihnachtszeit, steht die Amaryllis gerne an einem hellen Plätzchen, allerdings nicht in direkter Sonne. Die Temperatur liegt hier am besten nicht über 20 Grad Celsius. Im Frühjahr und Sommer, während der Wachstumsphase, mag sie es wärmer (ca. 25 Grad Celsius), aber halbschattig. Und in der Ruhephase im Herbst steht sie am besten dunkel und kühl, zum Beispiel im Keller oder frostfrei im Gartenschuppen.
  2. Substrat Die südamerikanische Schönheit fühlt sich in handelsüblicher Zimmerpflanzenerde wohl. Etwas Tongranulat als Drainageschicht sorgt dafür, dass das Gießwasser gut abläuft. Die Zwiebel sollte nur so tief sitzen, dass sie höchstens zur Hälfte mit Erde bedeckt ist.
  3. Wasser Während sie blüht und wächst, muss die Amaryllis regelmäßig gegossen werden. Das Substrat muss feucht, darf aber nicht nass sein. Während der etwa dreimonatigen Ruhephase dagegen braucht sie überhaupt kein Wasser. In dieser Zeit trocknen die Blätter ein.
  4. Dünger Sobald die Wachstumsphase einsetzt, braucht die Zwiebelblume Flüssigdünger, etwa alle drei Wochen. Im Sommer gibt es alle zwei Wochen eine Gabe Dünger. Im Herbst ist dann Dünge-Stopp.
  5. Umtopfen Etwa einen Monat, bevor die Amaryllis wieder ihre Blütenpracht zeigen soll, zieht sie in einen größeren Topf mit frischem Substrat um. Eine Wassergabe regt das Wachstum der Wurzeln an. Spätestens jetzt sollte alles Vertrocknete abgeschnitten werden.
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